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Möglicher Verlauf der ICE Neubaustrecke Foto: Frithjof Brandt
Möglicher Verlauf der ICE Neubaustrecke durch unsere Samtgemeinde

13. September 2022: PROTEST- UND INFORMATIONSVERANSTALTUNG GEGEN EINE ICE NEUBAUSTRECKE

Ein beeindruckendes Bild des Protests gegen die mögliche ICE-Neubautrasse durch unsere Samtgemeinde Salzhausen. In Garlstorf wurde gegen eine ICE Neubaustrecke demonstriert.

Mehr als 1.500 Menschen waren gestern (11. September 2022) bei der Protest- und Informationsveranstaltung in Garlstof. Um einen möglichen Streckenverlauf zu visualisieren, markierten rund 120 Traktoren den Verlauf der geplanten Trasse nahe des Waldes.

Zuvor waren die Landmaschinen in einem Korso durch den Ort zum Kundgebungsgelände nahe des Schießstands gefahren.

In der Kritik steht die Deutsche Bahn und ihre Informationspolitik. Die Kommunen werden nur spärlich von der Deutschen Bahn informiert. Vertreter der Deutschen Bahn seien nicht bereit gewesen, zu einem Gespräch mit den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen in ein Rathaus in den Landkreis Harburg zu kommen. Dieses hatte unser Samtgemeindebürgermeitster auf der letzten Samtgemeinderatssitzung aus dem Gespräch wiedergegeben.

In der letzten Woche waren Bürgermeister aus dem Landkreis Harburg zu einem Gespräch bei der Deutschen Bahn eingeladen. Die Vertreter der Deutschen Bahn hatten die Idee erwähnt, die Eisenbahntrasse in einem Tunnel unter dem Gödenstorfer Wald zu führen.

Der Protest im Landkreis Harburg richtet sich gegen eine Neubaustrecke, nicht aber gegen einen Ausbau der Bestandsstrecke. Die Kommunen im Landkreis Harburg und Bürgerinitiativen sind strickt gegen eine zusätzlichen ICE-Trasse und fordern die Umsetzung des öffentlich ausgehandelten Schienennetz-Ausbauprogramms "Alpha-E". Dieses sieht den Bau eines dritten Gleises zwischen Lüneburg und Uelzen und einen Ausbau der Bestandsstrecke von Ashausen bis Hannover vor.

Auch unsere Bundestagsabgeordnete, Svenja Stadler, hat sich in mehreren Statements klar gegen eine Neubaustrecke ausgesprochen. "An einigen Stellen ist es einfach besser und klüger Bestand vor Neubau und wenn jetzt die Deutsche Bahn kommt und den Neubau umsetzen möchte, dann ist das eine Missachtung des bereits gefundenen Kompromisses."

(Autor: Frithjof Brandt)

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